Endlich wars mal so weit und wir haben uns mit Andrea Schlup zum Dummy-Einzeltraining getroffen.
Andrea hatte extra einen Dummyarbeits-Crash-Kurs für uns vorbereitet, so dass wir einen groben Überblick über die ganzen Übungen gewinnen konnten.
Eigentlich wollte ich an diesem Tag nur mit Millie üben, aber viele Übungen waren auch für Juli wie gemacht. Das Field Training mit Retrievern enthält viele Übungen, die sehr nützlich sind auch für Border Collies, welche man an Tieren kontrollieren können muss. Das Schöne daran: im Gegensatz zum Hütetraining gibt es bei der jagdlichen Arbeit doch schon einige Trainer, die mit modernen Methoden arbeiten und teils sogar ausschliesslich mit Clickertraining. Andrea hat uns diesbezüglich superviele Übungsideen mitgegeben, die wir nun alle üben wollen.
Beispiel 1: den Hund aus dem Schnüffeln/Suchen heraus abrufen können:
a) ein Helfer versteckt ein Spielzeug, der Hund darf es apportieren
b) der Helfer tut nur so, als würde er ein Spielzeug verstecken. Der Hund wird geschickt und wenn er richtig sucht, wird er ins Sitz gepfiffen. Wenn der Hund richtig reagiert, Click & man wirft das Lieblingsspielzeug. So dass der Hund lernt „der Mensch hat, was ich will“.
Juli hatte noch nie vorher Dummyarbeit gemacht, aber trotzdem winselte sie schon beim Verstecken des ersten Dummies so à la „ich muss dringend dieses Dummy apportieren“. Sie entwickelt für alles extrem schnell einen „Zwang“.
Sie schoss dann hin und apportierte mir das Dummy (mit nur kleinem Umweg). Beim zweiten Mal (bei dem nichts versteckt war) suchte sie ausdauernd – aber sie stoppte trotzdem in der gleichen Sekunde auf den Pfiff. Potz Blitz, ich staunte.
Zwischen den Übungen ist sie immer sehr beschäftigt, sie buddelt nach Mäusen, schnüffelt rum, frisst Dreck etc.
Wenn sie merkt, dass es ums Arbeiten geht, tut sie immer so „man lasse mich jetzt dringend los, ich habe etwas zu erledigen!“. Dass sie total cool und fröhlich arbeiten würde, kenne ich bis jetzt vor allem vom Agilitytraining.